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TEAM 7 Naturholzmöbel richtig pflegen – Öl, Reinigung und Dellen

TEAM 7 Naturholzmöbel pflegen: tägliche Reinigung, Naturöl auffrischen und Dellen beheben – praxisnahe Anleitung aus dem GRW-Beratungsalltag.

MK

Von den Expert:innen

Matthias Klinger

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TEAM 7 Naturholzmöbel richtig pflegen – Öl, Reinigung und Dellen

Wer ein Möbel von TEAM 7 kauft, kauft Naturholz mit offenporiger Oberfläche, kein Lackfilm, kein Furnier, kein Kunststoff dazwischen. Das ist das Versprechen der Marke, und es hält Jahrzehnte, wenn die Pflege dazu passt. Was das konkret bedeutet, erklären wir hier Schritt für Schritt.

Das Wichtigste in Kürze
  • Vorsorge schlägt Nacharbeit: Untersetzer für heiße Töpfe und nasse Gläser verhindern die meisten Schäden.
  • Täglich: weiches Tuch, leicht feucht: kein Essig, kein Dampfreiniger, keine Mikrofaser mit Schmirgelwirkung.
  • Naturöl auffrischen: Einmal jährlich mit passenden Naturölen einmassieren, polieren, lüften; die Oberfläche bleibt intakt und reparierbar.
  • Dellen bei unbehandelten Flächen: Feuchtes Tuch und heißes Bügeleisen heben das Holz an, danach immer ölen.
  • Keine Versiegelung: Eine offenporig geölte Oberfläche verträgt keine Lack- oder Wachsüberzüge, denn diese würden die Pore schließen.

Was TEAM 7 Naturholz ausmacht

TEAM 7 produziert seit 1959 in Österreich und verarbeitet ausschließlich europäische Laubhölzer aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, inklusive eigener Waldflächen, Sägewerke und Möbelwerke. Die Oberflächen werden ohne Formaldehyd und ohne synthetische Versiegelungen behandelt, stattdessen mit schadstofffreien Naturölen, die offenporig bleiben.

Diese Offenporigkeit ist kein Nachteil, sondern ein Systemmerkmal: Das Holz kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, fühlt sich warm an und lässt sich bei Bedarf punktuell aufarbeiten. Eine lackierte Oberfläche bietet kurzfristig mehr Widerstand, ist aber bei Beschädigungen kaum reparierbar. Ein geölter Naturholztisch kann dagegen mit der richtigen Pflege über Jahrzehnte in einwandfreiem Zustand bleiben.

TEAM 7 filigno: Die Küchenfronten aus Naturholz bleiben durch regelmäßige Ölpflege geschützt und behalten ihre warme Ausstrahlung.

Vorsorgen: Schmutz und Schäden verhindern

Weichere Holzarten wie Fichte und auch Eiche reagieren auf mechanischen Druck und Feuchtigkeit empfindlicher als harte Oberflächen. Wer die Oberfläche schützen will, fängt mit einfachen Gewohnheiten an:

  • Untersetzer unter heiße Töpfe, Pfannen und Backformen legen: Direkte Hitze hinterlässt Ränder und verändert die Ölschicht.
  • Untersetzer unter nasse Gläser und Flaschen: Stehendes Wasser zieht in offenporiges Holz und hinterlässt helle Flecken.
  • Tischsets auf stark beanspruchten Esstischen schonen die Fläche bei täglicher Nutzung.

Kleine Vorsichtsmaßnahmen, die langfristig spürbar mehr Aufwand bei der Nacharbeit ersparen.

Tägliche Reinigung: was geht, was nicht

Im Alltag reicht ein weiches Tuch, das leicht angefeuchtet ist, nicht nass. Nach dem Abwischen die Fläche sofort trocknen. Wasser sollte nicht stehen bleiben.

Was nicht auf eine geölte Naturholzoberfläche gehört:

  • Essig- oder Zitronensäure-Reiniger: Sie greifen die Ölschicht an und hinterlassen matte Flecken.
  • Dampfreiniger: Heißdampf treibt Wasser tief in die Pore und kann das Holz aufquellen lassen.
  • Mikrofasertücher mit Schleifwirkung: Sie tragen die Ölschicht mit der Zeit ab.
  • Scharfe Haushaltsreiniger: Chemische Wirkstoffe zersetzen den Ölfilm.

Was funktioniert: eine sparsam dosierte, pH-neutrale Möbelseife, die speziell für geöltes Holz formuliert ist. Sie reinigt und pflegt gleichzeitig leicht. Für die Küche ist Möbelseife besonders sinnvoll, da dort mit Fett, Säuren und Feuchtigkeit zusammen gearbeitet wird.

Kurzreferenz: Reinigung von Naturholz
  • Täglich: weiches, leicht feuchtes Tuch, sofort nachtrocknen
  • Erlaubt: pH-neutrale Möbelseife für geöltes Holz, sparsam dosiert
  • Nicht erlaubt: Essig, Zitronensäure, Dampfreiniger, Mikrofasertuch mit Schleifwirkung
  • Rhythmus: Möbelseife nach Bedarf, Naturöl einmal jährlich auffrischen

Naturöl auffrischen: wie und wann

Geölte Oberflächen zeigen nach einigen Monaten bis einem Jahr erste Zeichen: Matte Flecken, ein etwas stumpferes Aussehen, oder Stellen, an denen das Holz rauer wirkt. Das ist kein Schaden, sondern das Signal, dass die Ölschicht aufgefrischt werden sollte.

So geht es:

  1. Fläche gründlich reinigen und vollständig trocknen lassen.
  2. Mit feinem Schleifpapier (280er oder 320er Körnung) leicht in Faserrichtung schleifen, um kleine Rauheiten zu glätten.
  3. Schleifstaub mit einem trockenen Tuch vollständig entfernen.
  4. Das passende Naturöl des Herstellers dünn auf die Fläche auftragen und gleichmäßig einmassieren. Weniger ist mehr, ein dicker Auftrag trocknet schlecht.
  5. Einwirken lassen, überschüssiges Öl nach der angegebenen Zeit mit einem sauberen Tuch abpolieren.
  6. Gut lüften: Frisch geölte Holzoberflächen riechen kurzzeitig intensiv nach dem Öl.

Wichtig: Immer das Naturöl des Herstellers oder ein explizit dafür geeignetes Produkt verwenden. Leinöl aus dem Baumarkt oder andere nicht abgestimmte Öle können die Oberfläche verfärben oder ungleichmäßig trocknen.

TEAM 7 nox in Nussbaum: Dunklere Holzarten wie Nussbaum profitieren besonders sichtbar von regelmäßiger Ölpflege; die Tiefe der Maserung bleibt erhalten.

Dellen beseitigen: die Bügeleisen-Methode

Holzfasern sind komprimierbar: Ein Stoß oder Druck hinterlässt eine Delle, weil die Fasern zusammengedrückt werden, ohne zu brechen. Das lässt sich bei unbehandelten oder offenporig geölten Flächen rückgängig machen.

Voraussetzung: Die Methode funktioniert nur bei geölten Oberflächen ohne Lackversiegelung. Lackierte oder folierte Möbel dürfen nicht so behandelt werden.

Ablauf:

  1. Ein feuchtes Tuch (nicht tropfnass) auf die Delle legen.
  2. Ein heißes Bügeleisen kurz auf das Tuch aufsetzen: Der entstehende Dampfstoß treibt Feuchtigkeit in die komprimierten Holzfasern.
  3. Fasern quellen auf und heben die Delle an. Bei tiefen Stellen den Vorgang ein- bis zweimal wiederholen.
  4. Die behandelte Stelle vollständig trocknen lassen.
  5. Anschließend ölen: Die behandelte Stelle hat die Ölschicht verloren und braucht eine neue.

Das Ergebnis hängt von der Tiefe der Delle ab. Oberflächliche Druckstellen verschwinden oft vollständig, tiefe Schnitte oder Kratzer lassen sich damit nicht beheben.

Pflege als Investition in Langlebigkeit

Ein TEAM-7-Möbel ist darauf ausgelegt, Jahrzehnte zu halten. Die Naturöl-Oberfläche ist nicht das empfindlichste Element dabei, sondern das robusteste, weil sie reparierbar ist. Lack splittert, Folie löst sich, Furnier bricht aus. Eine geölte Massivholzfläche lässt sich schleifen, ölen und wieder aufarbeiten.

Wer regelmäßig reinigt, jährlich nachölt und bei Bedarf eine Delle behebt, hat mit einem Naturholzmöbel wenig Aufwand; ein Stück Einrichtung, das mit der Zeit eine eigene, unverwechselbare Patina entwickelt.

Wenn Sie Fragen zur richtigen Pflege Ihrer TEAM-7-Möbel haben oder ein neues Stück planen, beraten wir Sie gern in der Ausstellung in Thierhaupten und Augsburg-Haunstetten.

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