Eine begehbare Ankleide klingt nach Luxus. In der Planung ist sie etwas anderes: ein Raumtrick. Wer Stauraum konsequent denkt, gewinnt mit einer Ankleide oft mehr Ordnung pro Quadratmeter als mit einem klassischen Kleiderschrank — und macht das Schlafzimmer gleichzeitig ruhiger.
Damit das funktioniert, muss eine Ankleide nicht groß sein. Sie muss zum Grundriss passen, zur Nutzung und zum Licht. raumplus ist hier ein gutes Planungsbeispiel: Der deutsche Hersteller aus Bremen ist auf maßgefertigte Schiebetürensysteme, begehbare Kleiderschränke und Raumteiler spezialisiert. Möbel werden auftragsbezogen gefertigt — nicht ausgewählt, sondern geplant.
Wann lohnt sich ein begehbarer Kleiderschrank wirklich
Ein begehbarer Kleiderschrank ist kein zwingend größerer Stauraum, sondern ein besser strukturierter. Im klassischen Korpusschrank gehen oft die Türen, die Schwenkkreise und die kombinierten Hängezonen verloren. Eine Ankleide nutzt dieselbe Wandfläche dichter, weil keine Tür Platz blockiert.
Drei Hinweise, dass sich eine begehbare Lösung lohnt:
Der Schlafzimmer-Schrank wird zur Wand. Wenn 3 Meter oder mehr Schrank gegen die Wand stehen, lohnt es sich zu prüfen, ob daraus ein offener oder ein durch Schiebetüren getrennter Bereich wird.
Es gibt eine ungenutzte Ecke, Nische oder einen Vorraum. Auch 1,5 × 2,5 Meter reichen oft für eine funktionierende Mini-Ankleide.
Im Schlafzimmer fehlt Ruhe. Wenn Wäsche, Koffer, Bügelbrett, Saisonkleidung sichtbar herumstehen, ist nicht der Stauraum zu klein — er ist falsch verteilt.
Für die Planung gilt: Eine Ankleide soll Ordnung erleichtern, nicht erzwingen. Wer einen begehbaren Kleiderschrank an einen Lebensstil bindet, den es nicht gibt, plant am Alltag vorbei.
Grundriss zuerst: U-, L- oder linearer Schnitt
Bevor Türen oder Fronten ausgewählt werden, entscheidet der Grundriss. raumplus arbeitet hier mit Maß und Profilsystem: nichts ist Standardmaß, alles wird in den realen Raum hineingeplant.
Linear (eine Wand) — schmale Räume, Vorbau, Nische. Nur eine Hängestange möglich, dafür ruhige Linie.
L-Schnitt — quadratische Räume, Ecksituation. Eckbereich sauber lösen (Eckauszug oder freie Ecke).
U-Schnitt — großzügige Ankleide. Mindestens 1,2 m freie Mitte für komfortables Anziehen.
Parallel — langgezogene Räume mit zwei Wänden. Türen oder offener Durchgang am Ende klären.
Wer einen Grundriss skizziert, sollte zuerst die Mitte bemaßen: Wo bewegt man sich, wo zieht man sich an, wo bleibt eine Sitzfläche stehen? Erst danach kommen die Möbeltiefen. Eine Hängezone braucht mindestens 60 cm Tiefe (besser 65 cm), Falten-Auflagen kommen mit 35 cm aus, Schuhauflagen brauchen 35–40 cm.
Schiebetür, Drehtür oder offen: was der Raum verträgt
Türen sind nicht nur eine Stiloption. Sie entscheiden, wie der Raum gelesen wird und wie viel Platz für Bewegung bleibt.
Schiebetüren — brauchen keinen Schwenkraum, eignen sich für knapp bemessene Räume und Räume, in denen Bett oder Tür nicht durch eine aufgeschwenkte Schranktür blockiert werden dürfen. raumplus hat hier eine eigene Profilwelt mit Systemen wie S1200, S3000, S720, S800 und S1500 AIR.
Drehtüren — wirken ruhiger und klassischer, brauchen aber Schwenkraum (60–80 cm vor dem Schrank).
Offene Ankleide — maximale Übersicht und Luft, aber Wäsche und Kleidung sind immer sichtbar. Funktioniert besonders gut in eigenen Räumen, weniger in offenen Schlafzimmern.
Bei Schiebetürensystemen lohnt es sich, auf das Laufverhalten und die Schließdämpfung zu achten. Eine gute Schiebetür läuft leise, schließt sanft und hat eine sichtbar saubere Vertikalfuge. Das ist nicht Detailverliebtheit, sondern Alltagsqualität: Ankleide-Türen werden täglich bewegt.
Beratungspunkt
Wir empfehlen, die Türentscheidung am realen Grundriss zu treffen. Auf Bildern wirken Schiebetüren immer elegant — aber wenn der Raum hauptsächlich offen genutzt wird, kann ein Vorhang oder ein Halbpaneel die richtigere Lösung sein. Einen Beratungstermin können Sie über Kontakt anfragen.
Innenausstattung: Hängen, Falten, Schublade, Auszug

Eine durchdachte Ankleide arbeitet mit gemischten Zonen: Hängen, Falten, Schubladen und Auflagen werden nach realer Nutzung verteilt, nicht symmetrisch.
Die Innenausstattung entscheidet, ob die Ankleide im Alltag funktioniert. Hier lohnt es sich, nach Kategorien zu planen, nicht nach Ästhetik:
Lange Kleidung — Hängestange in voller Höhe (ca. 160 cm) für Mäntel, Kleider, Hosenhalter.
Kurze Kleidung — doppelte Hängestange für T-Shirts, Hemden, Blusen.
Falten — offene Auflagen oder Schubladen für T-Shirts, Pullover, Jeans.
Schubladen — flach für Wäsche, tiefer für Strick, mit Vollauszug für Übersicht.
Schuhe — offene oder geschlossene Schrägauflagen, Höhe je nach Schuhart.
Accessoires — Auszüge mit Trennfächern für Krawatten, Schmuck, Gürtel.
Saisonware — Hochfach oder zweite Ebene; leicht erreichbar bleibt nur die aktuelle Saison.
Ein häufiger Fehler ist, die Ankleide am Foto auszurichten und am Ende zu viele Hängezonen einzubauen. Wer in der Realität mehr Faltkleidung als Hängekleidung trägt, sollte das Verhältnis bewusst umkehren.
Bei raumplus ist die Innenausstattung Teil der Maßfertigung. Hängestangen, Auszüge, Auflagen und Schubladen lassen sich frei verteilen — das System gibt nicht vor, wo Ordnung sitzt.
Begehbarer Kleiderschrank in der Dachschräge
Dachschrägen sind keine Einschränkung, sie sind eine Planungsaufgabe. Schiebetür in der Dachschräge ist eine eigene Suchwelt, weil viele Häuser im Obergeschoss genau diese Geometrie haben.
Drei häufige Lösungswege:
Schrankhülle bis zur Schräge führen. Korpus oder Schiebetürensystem endet sauber unter der Schräge, oben entsteht eine Sichtkante. Schlanke Lösung, aber konstruktiv aufwendig.
Maßgefertigte Schräg-Front. Die Tür folgt der Dachschräge selbst. Sieht spektakulär aus, ist konstruktiv anspruchsvoll und nicht jedes Profilsystem trägt das mit.
Mini-Ankleide in der Drempelzone. Die niedrige Wand wird zur Stauraumzone (Schuhe, Falten, Saisonware), höhere Bereiche tragen Hängestangen. Eine Schiebetür schließt den Bereich.
raumplus arbeitet als Designmanufaktur an Maßmöbeln. Für Dachschrägen heißt das: nicht der Schrank wird an die Schräge angepasst, sondern die Konstruktion wird darauf entworfen. In der Beratung schauen wir uns Geometrie, Drempelhöhe und tragenden Aufbau gemeinsam an, bevor eine Front gewählt wird.
Material und Front: Glas, Spiegel, Holz oder Lack
Die Front einer begehbaren Ankleide entscheidet stark über die Raumwirkung — und über die Pflege.
Klarglas — offen, lichtdurchlässig, modern. Kleidung ist sichtbar; Ordnung wird zur Pflicht.
Satinglas — leicht verschleiert, wohnlicher. Gute Mischung zwischen Sehen und Ahnen.
Schwarzglas oder dunkles Rauchglas — architektonisch, ruhig. Hochwertige Wirkung, sichtbar bei Reflexion.
Spiegel — macht den Raum größer, ersetzt Standspiegel. Spiegelt Schlafzimmer, das muss gewollt sein.
Holzdekor oder Furnier — warm, wohnlich, ruhig. Passt gut zu Bett, Boden und Wohnumgebung.
Farblack — starker Akzent, Designgeste. Bei großer Front sehr dominant.
raumplus bietet hier eine breite Welt an Profilen, Glas- und Holzfüllungen sowie Lacken an. Wichtig in der Beratung: Nicht jede Front passt zu jedem Profilsystem; nicht jede Höhe lässt sich beliebig kombinieren. Das prüfen wir am konkreten Raum mit dem konkreten Lichtbild.

raumplus fertigt in Deutschland nach Maß; nach Top-Produkte-Katalog ist das Möbel mit dem RAL-Label „Möbel Made in Germany" (RAL-RG 0191) seit 2020 zertifiziert.
Diese Checkliste hilft als Vorbereitung auf die Beratung:
Raumzuschnitt — Linear, L, U oder parallel? Wo ist die freie Mitte?
Maße — Tiefen für Hängen, Falten, Schuhe realistisch geplant?
Türenwahl — Schiebetür, Drehtür oder offen? Wo wird Schwenkraum gebraucht?
Innenausstattung — Welches Verhältnis aus Hängen, Falten, Schublade und Auszug?
Dachschräge — Drempelhöhe, Schrägenwinkel, Stauraum oberhalb?
Was wir bei GRW daraus machen
Wir betrachten raumplus nicht als Schrank, den man auswählt. Wir betrachten raumplus als Werkzeug, mit dem aus einem Grundriss ein funktionierender Stauraum wird.
In der Beratung prüfen wir zuerst den Raum: Grundriss, Tür, Fenster, Heizung, Drempel, Lichtsituation, vorhandene Möbel. Danach geht es um die Zonen: Welche Wand wird Hängezone, welche Falten-Zone, welche Schubladen-Wand? Erst dann fallen Entscheidungen über Profilsystem, Schiebetür, Front und Innenausstattung.
Wir beraten Sie dazu in Thierhaupten und in Augsburg-Haunstetten. Aussagen zu konkreter Ausstellung, Lieferzeit, Sonderprofilen oder Fronten prüfen wir vor einem Besuch aktuell, weil sich Programme und Verfügbarkeit verändern können.
Nächster Schritt
Ankleide-Beratung anfragen — für die Planung Ihrer begehbaren Ankleide mit Grundriss, Türenwahl, Innenausstattung und Front.
Ankleide-Beratung anfragenFAQ
Ab welcher Größe lohnt sich ein begehbarer Kleiderschrank?
Eine funktionierende Mini-Ankleide gibt es ab ca. 1,5 × 2,5 m Grundfläche. Wichtiger als die Quadratmeter sind Grundriss und freie Mitte: mindestens 1,2 m Bewegungsraum sind sinnvoll, sonst wird das Anziehen unbequem.
Was kostet ein begehbarer Kleiderschrank von raumplus?
Da raumplus auftragsbezogen und nach Maß fertigt, gibt es keinen Standardpreis. Profilsystem, Glas- oder Holzfüllung, Innenausstattung, Beschläge und Maße entscheiden gemeinsam über das Angebot. Wir erstellen ein konkretes Angebot in der Beratung.
Schiebetür oder Drehtür für die Ankleide?
Schiebetüren brauchen keinen Schwenkraum und eignen sich für knappe Räume und Räume, in denen Bett oder Tür nicht durch eine schwenkende Front blockiert werden dürfen. Drehtüren wirken klassischer, brauchen aber 60–80 cm Schwenkraum.
Funktioniert eine Ankleide auch in der Dachschräge?
Ja. raumplus arbeitet maßgefertigt; Dachschrägen werden konstruktiv mitgeplant. Möglich sind unter anderem Schrankhüllen bis zur Schräge, Schräg-Fronten oder Stauraumzonen im Drempelbereich mit Schiebetür.
Ist raumplus wirklich Made in Germany?
raumplus produziert nach eigener Aussage in Deutschland und ist nach Top-Produkte-Katalog mit dem RAL-Label „Möbel Made in Germany" (RAL-RG 0191) seit 2020 zertifiziert.
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