Rund ein Drittel des Lebens verbringen wir im Schlaf. Die richtige Matratze entscheidet dabei maßgeblich darüber, wie erholt man aufwacht und wie gut der Rücken langfristig unterstützt wird. Wer ein paar grundlegende Parameter kennt, trifft die Entscheidung deutlich leichter.
Schlaftyp und Körpergewicht bestimmen den passenden Härtegrad. Seitenschläfer brauchen eine weichere Matratze, Bauchschläfer eine feste, Rückenschläfer eine mittelfeste. Federkern, Memory-Foam und Latex unterscheiden sich in Stützverhalten und Haltbarkeit. Bei Paaren lohnt sich das gemeinsame Probeliegen vor Ort.
Komfort beginnt beim Probeliegen
Keine Matratze lässt sich allein auf dem Papier beurteilen. Planen Sie mindestens 15 Minuten ein, um eine Matratze in Ihrer bevorzugten Schlafposition zu testen. Schlafen Sie in einer Partnerschaft, sollten Sie die Matratze gemeinsam ausprobieren: Zwei Körper reagieren unterschiedlich auf Härtegradstufen, und was für eine Person bequem wirkt, kann für die andere zu hart oder zu weich sein.
Härtegrad nach Schlaftyp
Der Schlaftyp ist der entscheidende Ausgangspunkt:
- Seitenschläfer benötigen eine eher weiche Matratze, die Schulter und Hüfte einsinken lässt und die Wirbelsäule in der Waagerechten hält.
- Bauchschläfer sind mit einer festen Matratze besser beraten, damit die Lendenwirbelsäule nicht durchhängt.
- Rückenschläfer liegen mit einem mittelfesten Härtegrad optimal: Schultern und Becken werden leicht aufgenommen, ohne die Lordose zu überstrecken.
Persönliche Vorlieben spielen darüber hinaus eine Rolle: Körpergewicht, Wärmeempfinden und individuelle Empfindlichkeiten können die Wahl in die eine oder andere Richtung verschieben.
Die drei gängigen Matratzentypen

Federkernmatratze
Der Federkerntyp ist der am weitesten verbreitete. Stützspulen im Inneren sorgen für Stabilität und gute Luftzirkulation. Er eignet sich besonders gut als Einlage für Boxspringbetten, da er dem typischen Aufbau dieser Bettform entspricht.
Memory-Foam-Matratze
Memory-Foam passt sich der Körperkontur an und unterstützt gezielt einzelne Körperzonen. Das Material reagiert auf Körperwärme und Druck und kehrt nach dem Aufstehen in die Ausgangsform zurück.
Latexmatratze
Latexmatratzen funktionieren ähnlich wie Memory-Foam, sind aber in der Regel langlebiger. Außerdem eignen sie sich gut für verstellbare Bettgestelle, weil das Material flexibel genug ist, um Neigungen zu folgen, ohne zu brechen.
Liegezonen
Viele Matratzen sind in mehrere Zonen eingeteilt, die unterschiedliche Körperpartien unterschiedlich stark stützen. Schultern, Taille und Becken erhalten auf diese Weise genau die Nachgiebigkeit oder Festigkeit, die sie brauchen. Das reduziert nächtliches Drehen und Wenden und verbessert die Blutzirkulation.
Welche Größe passt?
Die Standardgröße 90x200 cm ist für Kinder und Erwachsene geeignet, die alleine schlafen. Bei zwei Matratzen nebeneinander schafft eine sogenannte Liebesbrücke einen nahtlosen Übergang zwischen den Einzelmatratzen. Paare greifen meist zu einem Doppelbett mit 160x200 cm oder 180x200 cm: Beide Varianten bieten ausreichend Platz, damit Bewegungen des Partners möglichst wenig übertragen werden.
Fazit: Matratze, Härtegrad, Typ und Größe greifen zusammen. Die richtige Entscheidung hängt von Körpergewicht, Schlaftyp, Bettgröße und dem Bettrahmen ab. Es gibt keine universell beste Matratze, aber eine, die am besten zu Ihnen passt.
Für Ihre Matratzen-Entscheidung stehen die Beraterinnen und Berater bei GRW in Thierhaupten persönlich zur Verfügung. Probeliegen, Fragen klären und alle Typen direkt vergleichen: Das geht am besten vor Ort.

